Schuing

Max. 2 x 2 x 2cm
wachsende Sammlung
2014 – heute

 

Kaugummikauen ist selten ein bewusster Akt und endet meist mit dem

Wegwerfen der geschmacklos gewordenen Masse. Doch die kleinen Objekte

haben bereits im Mund den Charakter von sich immer neu formenden

Skulpturen, wie dabei auch unser Gesicht: die kaugummikauende Coolness

ist nicht zu unterschätzen.

Hänger macht aus dem Pfefferminz-Mundform -Zeug metallische

Betrachtungsobjekte. Sie entstehen im Atelier während der Arbeit, sind also

ein Parallelprozess der eigentlichen Schaffenssituation. Der ganze Vorgang

findet sprichwörtlich im Dunkeln statt, beinhaltet ein Moment des beiläufigen

Entstehens. Dies ist die Neuinterpretation eines Prozesses mit Folgen:

Zahnabdrücke sind so einzigartig wie jene von Fingern. Mit dem Fixieren als

Objekt werden diese Identitätsfragmente als Index des Kauenden beständig.

“Schuing” klingt, wie wenn man das englisch-französische Wort mit Schwung

kauend auszusprechen versucht, während man das Objekt noch im Mund hat.