Bio

Philipp Hänger de- und rekontextualisiert Dinge. Er formt sie um,
zweckentfremdet sie und macht sie zum Spielball seiner Experimente.
Nichts ist vor einer Intervention sicher. Oft finden sich die Dinge danach in einer
dualistischen Situation wieder: Was innen war, ist nun aussen, oben was
unten, nun Kunst was Alltagsding oder Fundgegenstand war, meist in einer
Position zwischen den Gegensätzen verharrend. Der Schwebezustand wird
auf der medialen und/oder auf der Produktionsebene erzeugt. Hier zeigt sich
auch Philipp Hängers spezifischer Umgang mit Materialien, die immer präzise
für die jeweilige Zustandsebene gewählt sind und sich oft in längeren
Prozessen entfalten, den Wechsel der Medien beherrscht er hin- und zurück.
Und geht ihn wenn nötig mehrfach. Dies ist zentraler Teil seiner Arbeit:
Im Prozessualen zeigt sich eine Weltsicht, denn die Dinge verändern sich stetig,
was einerseits eine institutionelle Auseinandersetzung wie auch eine
kulturelle Kritik beinhaltet. Die narrativen Stränge, die Philipp Hänger
aufgreift, finden in Skulpturen oder Fotografien einen Zustand als eigentliches
Werk, doch selten ist dies als abschliessende Geste zu betrachten. Die Dinge
werden neu verknüpft und weiter gedacht, so kommt der Schwebezustand
nie zur Ruhe. Das Zyklische offenbart erst das Wesen der Dinge. Philipp
Hänger integriert in seine Arbeit so die natürliche Bedingung des Denkens
und Sehens, welche niemals statisch und immer vom Prozess geleitet sind.

Gruppenausstellugen

2016 Regionale 17, Centre Européen d’Actions Artistiques Contemporaines, Strasbourg

2016 Auswahl 16, Aargauer Kunsthaus, Aarau*

2016 Grosse Regionale, Kunst(Zeug)Haus, Rapperswil

2016 Eine Ausstellung von Philipp Hänger, Kunstraum, Aarau

2016 Plot in Plastilin, Gewerbemuseum, Winterthur

2015 Auswahl 15, Aargauer Kunsthaus, Aarau

2015 Zürich Kritik, Master of fine Arts Degree Show, Zürich

2015 Blau Blau, Winterquartier, Zürich

2015 10 Jahre Jungkunst, Jubiläumsausstellung, Winterthur

2014 Auswahl 14. Aargauer Kunsthaus. Aarau

2014 Grosse Regionale. Kunst(zeug)haus. Rapperswil

2013 U33. Kunstraum Mühlethal. U33. Willisau

2013 U33. Kunsthaus Zofingen. Zofingen

2013 Erdmann Contemporary. Aarau

2013 What‘s new. Trudelhaus. Baden*

2013 Lichtfeld 13. Transitlager. Basel*

2012 Jungkunst. Sulzerhalle, Winterthur*

2012  Vom Essen und Trinken und Fressen und Saufen. Oxid. Winterthur*

2011 Absolute Beginners. Hinterhof. Basel

2011 Auswahl 11. Aargauer Kunsthaus. Aarau*

*Zusammen mit Marc Hartmann